Coronakrise

Ist Ergotherapie auch in Zeiten von Corona möglich?

Am 22. März haben sich die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder auf gemeinsame Maßnahmen geeinigt, die der rasanten Verbreitung des Coronavirus (SARS-CoV-2) entgegen wirken sollen. Dabei ist klar ausgedrückt worden, dass medizinisch notwendige Behandlungen weiter möglich sind. Das bezieht sich auch auf die Leistungen der Heilmittelerbringer, zu denen wir Ergotherapeuten gehören.

 

Gibt es Leistungen der Ergotherapie, die im Moment nicht mehr möglich sind?

Zurzeit ist es, aus gutem Grund untersagt, Prallelbehandlungen von zwei Patienten und Gruppenbehandlungen durchzuführen. Auch machen viele (Senioren-) Einrichtungen von Ihrem Hausherrenrecht gebrauch, und untersagen sowohl private Besuche als auch die von Therapeuten.

Einzeltermine in der Praxis und ärztlich verordnete Hausbesuche im privaten Bereich sind davon nicht betroffen.

 

Welche Hygienemaßnahmen werden umgesetzt, um hier in der Praxis die notwendige Sicherheit für Therapeutinnen und Patienten zu gewähren?

Wir desinfizieren regelmäßig die Türklinken, Lichtschalter, Armaturen etc. und auch die Therapiemedien nach jedem Gebrauch. Falls die therapeutische Arbeit einen Abstand von unter 1,5 Metern erfordert, steht für Patienten und Therapeutinnen ausreichend Mundschutz zur Verfügung.

Auch Handschuhe und Kittel sind ausreichend vorhanden. Jede Therapeutin wird in der jeweiligen Situation gut entscheiden können, welcher Schutz adäquat ist.

 

Ist so ein einfacher Mundschutz überhaupt sicher?

Ein Mundschutz ist ein Glied in einer Kette von Maßnahmen. Allein sicher nicht ausreichend, hindert er kleine Tröpfchen, die beim Sprechen, Niesen oder Lachen zwangsläufig, wenn auch unsichtbar, an die Umgebung abgegeben werden, daran sich auszubreiten. Und das zu einem Zeitpunkt, wo noch gar kein Krankheitsgefühl, wohl aber ein Infekt vorhanden sein kann. Sicher schützt der Mundschutz daher „nur“ den anderen, aber was heißt an der Stelle „nur“.

Ich vergleiche es gerne mit dem Mülltrennen: Erst ungewohnt, aber gar nicht so schwierig, und wenn alle mitmachen, wird etwas draus.

 

Was muss ich als Patient beachten, wenn ich in die Praxis komme?

Bitte desinfizieren Sie unbedingt Ihre Hände, beim Betreten und Verlassen der Praxis. Kommen Sie nur, wenn Sie oder das Kind, welches Sie begleiten, sich gesund fühlt. Im Zweifelsfall, rufen Sie an unter der 02921/663501, um frühzeitig abzusagen, oder um mit der behandelnden Therapeutin das weitere Vorgehen zu besprechen. Sprechen Sie bitte auch auf den Anrufbeantworter – die Nachrichten kommen an und wir rufen zurück.

 

Bewahren Sie Ruhe in einer unruhigen Zeit!

Bleiben Sie gesund!

 

Informationen zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus / Covid-19 bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter: www.infektionsschutz.de